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Kirchschul-Kinder übernehmen Verantwortung für ein friedliches Miteinander an ihrer Schule

„Streiten ist ganz normal, aber es kommt darauf an, dass wir auch wieder damit aufhören und uns vertragen. Schließlich wollen wir uns hier an der Schule wohlfühlen“, meint eine Viertklässlerin. Sie gehört zu den zwölf Kindern der OGS Kirchschule, die seit einigen Tagen ihren Mitschülern helfen, ihre Streitereien ohne Hilfe eines Erwachsenen beizulegen. Es ist schon die zweite Streitschlichtergruppe, die ihren Dienst auf dem Schulhof antritt. Während der beiden großen Pausen gehen die Streitschlichter mit orangen Warnwesten bekleidet über den Schulhof. So sind sie gut erkennbar und können von ihren Mitschülern angesprochen werden. Mit Hilfe suchenden Kindern gehen die Streitschlichter dann in einen Streitschlichterraum, um ungestört reden zu können. Hier darf jedes Kind aus seiner Sicht erzählen, worum es in dem Streit ging, wie ihm dabei zumute war und erklären, was es mit seinem Verhalten überhaupt erreichen wollte. Unter Anleitung der Streitschlichter überlegt dann jedes Kind, was es selbst dazu beitragen könnte, dass der Streit beendet wird. Wenn alles gut geht, treffen beide Seiten eine kurze schriftliche Vereinbarung. Nach einer Woche kommen die Kinder wieder mit den Streitschlichtern zusammen und erzählen, ob es ihnen gelungen ist, sich besser zu vertragen.

Die Streitschlichter-Kinder haben sich ein Schulhalbjahr lang intensiv auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. In ihrer Streitschlichterausbildung haben sie in Rollenspielen u.a. gutes Zuhören trainiert; sie haben geübt, Gefühle anderer Menschen zu erkennen und zu benennen uns ansatzweise Techniken der Gesprächsführung kennen gelernt.

Die Streitschlichterausbildung an der OGS Kirchschule wurde von den Lehrerinnen Andrea Brookmann und Martina Griep ins Leben  gerufen und durchgeführt. Beiden Lehrerinnen ist klar: „Streitschlichtung ist eine sehr, sehr anspruchsvolle Aufgabe für ein Grundschulkind. Nur Kinder, die über eine hohe soziale Kompetenz verfügen, können die Ausbildung erfolgreich abschließen. Letzten Endes kommt es aber nicht darauf an, dass die Kinder alle geübten Inhalte perfekt umsetzen. Viel wichtiger ist es, dass die Kinder selbst Verantwortung übernehmen für ein friedliches Miteinander und ein gutes Klima an unserer Schule. Dies tun sowohl die Streitschlichter als auch die Kinder, die sich wieder vertragen wollen und die Hilfe der Streitschlichter in Anspruch nehmen.

Verfasst von Andrea Brookmann

 
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